
Zitronensäure
Zitronensäure (auch: Citronensäure) zählt zu den klassischen Fruchtsäuren (AHA). In der Kosmetik übernimmt sie vor allem eine unverzichtbare Basisrolle: Sie hilft, Formulierungen auf einen hautfreundlichen pH-Wert einzustellen. Damit sorgt sie für eine ausgezeichnete Verträglichkeit sowie für die optimale Wirksamkeit vieler Inhaltsstoffe. Je nach Einsatzkonzentration und pH-Wert kann Citric Acid außerdem die Hautoberfläche sanft glätten und für ein ebenmäßigeres Hautbild sorgen.
Zitronensäure auf einen Blick
- INCI-Name: CITRIC ACID
- Synonyme: Citronensäure, Acidum citricum, 2-Hydroxy-1,2,3-propantricarbonsäure
- Ursprung: synthetisch hergestellt
- Kategorie: Fruchtsäuren
- Eigenschaften: farblos, kristallin, geruchlos
Die Geschichte von Citronensäure
Die Citronensäure wurde im 18. Jahrhundert erstmals aus Zitronensaft isoliert – daher ihr Name. Ihren weltweiten Durchbruch verdankt sie jedoch der modernen Biotechnologie: Seit dem 20. Jahrhundert wird sie im großen Maß durch Fermentation zuckerhaltiger Rohstoffe mit Hilfe des Schimmelpilzes Aspergillus niger gewonnen.
Mit dem wachsenden Verständnis des Säureschutzmantels der Haut (pH ~4,5–5,5) ab der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts avancierte Citric Acid zu einem Schlüsselrohstoff der Kosmetik. Zunächst stand ihre Rolle bei der präzisen pH-Wert-Einstellung im Mittelpunkt (häufig in Kombination mit Sodium Citrate), um Wirkstoffe in Pflegeprodukten zuverlässig im optimalen Bereich arbeiten zu lassen.
Schon bald danach kam ein weiterer Vorteil hinzu: ihre Fähigkeit zur Chelatbildung, also das Binden von Metallionen – etwa aus hartem Leitungswasser. Parallel dazu entdeckte man ihr Potenzial als milde AHA: In geeigneter Konzentration und pH kann sie die Hautoberfläche sanft glätten und das Hautbild ebenmäßiger wirken lassen.
So hat sich Zitronensäure von einer Labor-Entdeckung zu einem biotechnologischen Standard entwickelt. Mittlerweile ist sie ein unverzichtbarer Systembaustein moderner Formulierungen.
Kosmetische Wirkung von Citric Acid
- Wirkung: Citric Acid stellt Formulierungen auf ein hautfreundliches Niveau (ca. pH 4,5–5,5) ein und hält es stabil. In geeigneter Konzentration unterstützt sie die Ablösung abgestorbener Hornschüppchen, die Haut wirkt damit glatter und klarer. In Shampoos kommt Zitronensäure als pH-Senker („pH-Minus“) zum Einsatz und hilft der Kopfhaut, die Schuppenschicht der Haare anzulegen, was für mehr Glanz sorgt. Da Zitronensäure ein Chelatbildner ist, reduziert sie zudem mineralische Ablagerungen (z. B. hartes Wasser). Das Haar wird dadurch geschmeidiger.
- Verträglichkeit: Zitronensäure ist sehr gut verträglich bei pH-Wert-Einstellung in geringen Mengen. Wie bei AHAs üblich kann die Haut vorübergehend lichtempfindlicher werden – deshalb tagsüber Sonnenschutz verwenden.
- Verwandte Wirkstoffe: Alpha-Hydroxsäuren (AHAs) wie Milchsäure, Apfelsäure, Ascorbinsäure oder Glykolsäure.
Verwendung von Zitronensäure in der Kosmetik
Zitronensäure wird gerne in Gesichts- und Körpercremes, Lotionen, Toner, Peelings, Duschgelen und Shampoos/Conditionern verwendet.
Besondere Einsatzgebiete:
- pH-Wert-Einstellung und Stabilisierung von Formulierungen: Basis für Wirksamkeit und Verträglichkeit.
- Hautbildverfeinerung: Unterstützung bei fahl wirkender, rauer oder leicht schuppender Haut.
- Hartes Wasser/Build-up: In der Haarpflege hilfreich gegen mineralische Ablagerungen.
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FAQ zu Citronensäure
Ist E 330 dasselbe wie Citric Acid in Kosmetik?
Es handelt sich um die gleiche Verbindung;:
- E 330 ist die Lebensmittelkennzeichnung
- Citric Acid ist die INCI-Bezeichnung in der Kosmetik
Ist Zitronensäure für empfindliche Haut geeignet?
Als pH-Regulator ist eine geringe Dosierung in der Regel gut verträglich.
Erhöht Zitronensäure die Lichtempfindlichkeit?
Wie andere AHAs kann gezielte Exfoliation die Photosensibilität steigern – konsequent Sonnenschutz verwenden, besonders bei Leave-on-Produkten oder Peelings.
Kann Zitronensäure Haare reparieren?
Nicht im wörtlichen Sinn. Citric Acid repariert keine gebrochenen Bindungen, kann aber durch pH-Absenkung die Haarcuticula anlegen, Mineralablagerungen aus hartem Wasser binden und so Glanz, Geschmeidigkeit und Kämmbarkeit verbessern.
Welche Nebenwirkungen hat Zitronensäure auf der Haut?
Als AHA kann sie – je nach Konzentration und pH – Brennen, Rötung, Trockenheit und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit verursachen. Bei sehr sensibler oder vorgeschädigter Haut (z. B. Ekzem, Rosazea) sollte Zitronensäure besser sparsam verwendet werden, am besten in Verbindung mit einem Barriereschutz und tagsüber mit einem Sonnenschutz.
Was ist der Unterschied zwischen Zitronensäure und Citronensäure?
Die Bezeichnungen Zitronensäure und Citronensäure meinen dieselbe Verbindung. In der Kosmetik lautet die INCI CITRIC ACID, in Lebensmitteln E 330. Nicht verwechseln mit Sodium Citrate (Natriumsalz der Zitronensäure), Ascorbic Acid (Vitamin C) oder Citral (Duftstoff).





