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Silikone in Kosmetik

26 Juni 2024

Silikone in Kosmetik sind ein kontrovers diskutierter Inhaltsstoff, der von zahlreichen Mythen umgeben ist. Sie finden sich in einer Vielzahl von Kosmetikprodukten – von Cremes bis hin zu Haarpflegemitteln. Während einige sie für ihre Wirksamkeit schätzen, stehen sie bei anderen aufgrund von Bedenken hinsichtlich Umweltverträglichkeit in der Kritik. 

In diesem Artikel setzen wir uns mit den Umweltproblemen in Bezug auf Silikone auseinander und erklären, warum wir bei ADA Cosmetics uns dafür entschieden haben, unsere Produkte ohne Silikone herzustellen.

Was sind Silikone in Kosmetik?

Silikone sind synthetische Polymere, also künstlich hergestellte Kunststoffe. Sie setzen sich aus Siliciumatomen zusammen, die über Sauerstoffatome miteinander verbunden und mit Kohlenwasserstoffgruppen gesättigt sind. 

Grundsätzlich sind Silikone in Kosmetik nicht anhand der Beschaffenheit eines Produkts erkennbar, da sie unterschiedliche physikalische Eigenschaften mit sich bringen können. Kurzkettige Silikone sind beispielsweise eher dünnflüssig, während langkettige Silikone viskos bis fest sein können. Einige Silikone sind beständig, wohingegen andere nach dem Auftragen sofort verdunsten. Die meisten Silikone sind allerdings hydrophob – also wasserunlöslich.

Wie wirken Silikone?

Silikone in Kosmetik werden oft als Ersatz für pflanzliche Öle verwendet, da sie eine glättende Wirkung haben und Haut und Haar geschmeidig machen. Sie legen sich wie ein Film auf die Haut und setzen sich in Unebenheiten wie Falten und Poren ab. Dadurch entsteht ein weichzeichnender Effekt, der jedoch nach dem Abwaschen wieder verschwindet. Die Effekte sind daher nur temporär. 

Während der Anwendung haben Silikone zudem eine okklusive Wirkung, indem sie das Austreten von Feuchtigkeit verhindern und somit die Haut vor dem Austrocknen schützen.

Wieso werden Silikone in Kosmetik verwendet?

Silikone in Kosmetik werden aus verschiedenen Gründen in der Industrie eingesetzt. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen: 

  • Hautverträglichkeit: Silikone sind farb- und geruchlos und vielseitig einsetzbar, denn sie lösen damit selten allergische Reaktionen aus.
  • Feuchtigkeitsspeichernde Wirkung: Sie werden gerne aufgrund ihrer okklusiven Eigenschaften verwendet. 
  • Stabilität: Silikone in Kosmetik sind chemisch stabil und inert, sie reagieren kaum mit anderen Inhaltsstoffen. Die Reaktionsträgheit trägt unter anderem zur längeren Haltbarkeit der Produkte bei.
  • Wirtschaftlichkeit: Sie bieten ähnliche Vorteile wie pflanzliche Öle, sind jedoch kostengünstiger in der Herstellung, wodurch sie von vielen Unternehmen bevorzugt werden.

Die Verwendung von Silikonen in Kosmetikprodukten wird in der EU durch die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 geregelt, die vorschreibt, dass kosmetische Produkte auf ihre Sicherheit geprüft werden müssen, bevor sie auf den Markt kommen.

Silikone in Kosmetik erkennen

Silikone in Kosmetik lassen sich anhand der internationalen Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe (INCI) meistens durch Endungen wie “-cone”, “-conol” oder “-xane” erkennen. Die Positionierung in der Liste der Inhaltsstoffe eines Produkts gibt Aufschluss über ihre Konzentration, wobei gilt: Je früher ein Silikon genannt wird, desto höher seine Konzentration. 

Sind Silikone in Kosmetik schädlich?

Ob Silikone in Kosmetik schädlich sind, ist eine viel diskutierte Frage. Dabei stehen die Effekte auf Haut, Haar und Umwelt im Fokus. Diese können unterschiedlich ausfallen – je nach Haar- oder Hauttyp.

 

Wirkung auf die Haut

Da Silikone in Kosmetikprodukten nicht in die Haut eindringen, ist ihr glättender Effekt nur vorübergehend und nach dem Abwaschen wieder verschwunden. Im Gegensatz dazu können pflanzliche Inhaltsstoffe wie Aloe vera und Olivenöl die Haut tatsächlich stärken und nachhaltig zu einer Verbesserung des Hautbilds führen. Zusätzlich besitzen sie antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften.

 

Einfluss auf die Haarpflege

Eine langfristige Nutzung von silikonhaltigen Haarpflegeprodukten kann nicht nur zu kurzfristigen Problemen wie mattes Haar oder juckende Kopfhaut führen, sondern auch die Haarstruktur schwächen. Silikone beschichten jedes Haar, was anfangs zu glänzendem und geschmeidigem Haar führen mag. Mit der Zeit können Silikone allerdings das Haar beschweren und seine natürliche Fähigkeit zur Feuchtigkeitsaufnahme reduzieren, das Haar wird spröde und brüchig. Um Silikonrückstände loszuwerden, ist ein klärendes Shampoo erforderlich, das aggressiver ist als herkömmliche Shampoos und daher nur selten verwendet werden sollte.

 

Umweltauswirkungen

Die Umweltrisiken von Silikonen in Kosmetik sind bislang nicht abschließend geklärt. Allerdings gelangen silikonhaltige Produkte beim Abwaschen in Grundwasser und Boden, was zu Verunreinigung führen kann. Sie können zwar durch äußere Faktoren wie Witterungseinflüsse zersetzt werden, doch der Prozess geschieht langsam, da die stabilen Moleküle wenig Anreiz haben, mit anderen Verbindungen zu reagieren. Die schwer abbaubaren Eigenschaften von Silikonen führen dazu, dass sie über lange Zeiträume in der Umwelt verbleiben und potenziell schädliche Auswirkungen haben.

Einige zyklische Silikone wurden bereits seit 2020 aufgrund von Umwelt- und Gesundheitsbedenken verboten. Octamethylcyclotetrasiloxan (D4) steht unter Verdacht, die Fruchtbarkeit zu beeinträchtigen, während Decamethylcyclopentasiloxan (D5) wegen seiner Umwelteinflüsse kritisiert wird. Es wirkt etwa bioakkumulierend, was bedeutet, dass es sich in Lebewesen anreichert.

Kosmetik ohne Silikone bei ADA Cosmetics

Bei ADA Cosmetics verpflichten wir uns der Schönheit durch Natur. Wir verzichten konsequent auf Silikone in all unseren Produkten. Dadurch vermeiden wir unerwünschte Nebenwirkungen wie die Ansammlung von Silikonen auf der Kopfhaut und garantiert, dass unsere Pflegeprodukte nicht nur kurzfristige, oberflächliche Effekte bieten, sondern die Haut tiefgreifend nähren und stärken.

Unser Engagement für den Planeten ist genauso wichtig wie unser Engagement für Ihre Haut. Da Silikone oft wasserunlöslich sind und bedenkliche Umweltauswirkungen nach sich ziehen können, wählen wir bewusst den Weg der Nachhaltigkeit. Die Forschung zu den langfristigen Effekten von Silikonen auf die Umwelt ist noch nicht abgeschlossen, doch wir übernehmen Verantwortung, indem wir solche Inhaltsstoffe vollständig meiden.

Stattdessen setzen wir auf die vielfältigen Vorteile pflanzlicher Alternativen. Unsere Produkte sind reich an natürlichen, pflanzenbasierten Inhaltsstoffen, die Ihre Haut und Haare nicht nur verwöhnen, sondern auch wirksam schützen. Mit jedem Produkt von ADA Cosmetics setzen Sie ein starkes Zeichen für den Umweltschutz und genießen die reinste Form der Pflege, die die Natur zu bieten hat.

FAQ

In welchen Produkten sind Silikone enthalten?

Silikone sind ein besonders vielseitiger Kunststoff, der unzähligen Bereichen verwendet wird. In der Industrie und im Bauwesen werden sie beispielsweise als Fugenmaterial eingesetzt, aber auch in Alltagsgegenständen wie Silikonbackformen finden sie Anwendung.

Silikone in Kosmetik umfassen eine breite Produktpalette, die von Haarpflegeprodukten bis hin zu Cremes reicht. Sie finden sich etwa in folgenden Rezepturen wieder:

– Haarpflegeprodukte wie Shampoos und Spülungen
– Hautpflegeprodukte wie Cremes und Sonnenschutzmittel
– Make-up wie Primer und Foundation

Was machen Silikone mit der Haut?

Silikone bilden in Kosmetikprodukten eine Art Barriere auf der Haut, die zwar vorübergehend glättend wirkt, aber keine echte Nährung oder langfristige Verbesserung der Hautgesundheit bietet.

Welche natürlichen Alternativen gibt es für Silikone?

Es gibt zahlreiche Inhaltsstoffe, die anstelle von Silikonen in Kosmetik verwendet werden können. Viele pflanzliche Öle eignen sich beispielsweise als optimale Alternative, da sie den Eigenschaften von Silikonen ähneln.

Eine solche Alternative ist Squalan, eine farblose Kohlenwasserstoffverbindung, die in verschiedenen pflanzlichen Ölen wie Olivenöl, Avocadoöl oder Reiskeimöl vorkommt. Da Squalan ein natürlicher Bestandteil der Hornschicht der Haut ist, kann es die Haut optimal versorgen.