16. Personalisierte Erlebnisse schaffen
Die Gäste von heute und morgen suchen nach mehr als nur einem bequemen Bett. Sie möchten in Welten eintauchen, die sie inspirieren und überraschen. Themenzimmer, luxuriöse Wellnessbereiche oder kreative Workshops wie Yoga-Retreats oder Kochkurse bereichern das Angebot vieler Hotels. Ziel ist es, unvergessliche Erinnerungen zu schaffen.
17. Bleisure Travel & Workation: Arbeit und Urlaub kombinieren
Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen immer mehr. Laut einer aktuellen Studie von Owl Labs arbeiten bereits mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer hybrid. Diese Entwicklung hat nicht zuletzt durch die Pandemie und den damit verbundenen Boom des Homeoffice stark an Fahrt aufgenommen. Das wirkt sich auch auf die Hotellerie aus. Immer mehr Gäste möchten Reisen mit beruflichen und privaten Interessen verbinden.
Nachdem Workation bereits seit einiger Zeit im Trend liegt, lautet „Bleisure“ lautet hier das neue Schlagwort. Es beschreibt die Verbindung von „Business“ und „Leisure“, also Arbeit und Freizeit. Hotels wie Accor reagieren darauf und integrieren Coworking-Bereiche in ihre Häuser. Andere Anbieter wie Melia Hotels bieten spezielle Workation-Pakete mit Zugang zu hochwertigen Arbeitsräumen an.
18. Multi-Generationen-Reisen: Silver Society bis Gen Z
Hotels müssen 2026 zwei sehr unterschiedliche Pole bedienen: aktive, zahlungskräftige Best Ager und eine oft preisbewusste, dafür extrem reisefreudige Gen Z.
Die Silver Society, also Babyboomer (60- bis 80-jährige), bleiben immer länger fit. Sie bringen viel Reiseerfahrung und klare Erwartungen mit. „One size fits all“ greift zu kurz. Gefragt sind ein persönlicher Service, spürbare Qualität und echte Individualisierung, ergänzt durch leicht zugängliche, barrierearme Angebote (z. B. einfache Buchungs- und Kommunikationsflows).
Im Gegensatz dazu steht die junge Generation: Die Gen Z reist zwar häufiger, allerdings bei strafferem Budget (-14 %). Treueprogramme wirken daher deutlich stärker (24 % vs. 7 % bei Boomern), Aktivitäten vor Ort sind der Haupttreiber (≈43 % vs. 23–33 %) und Nachhaltigkeit hat größeres Gewicht (≈23 % vs. 16–19 %).
19. Alleinreisen
Solo-Travel wird 2026 zum Mainstream: In der Gen Z reist rund ein Viertel mindestens zweimal pro Halbjahr allein. Für Hotels heißt das: Sicherheit vor allem für alleinreisende Frauen sichtbar machen, einfache digitale Journeys bieten, Events veranstalten, ein verlässliches, schnelles WLAN liefern und bezahlbare Pakete schnüren.
20. Staycation
2026 werden Heimat- und Nahziele zur bewussten Wahl: Mehrgenerationenreisen und Freundes-Gruppen planen verlängerte Wochenenden „vor der Haustür“ – aus Nachhaltigkeitsgründen und wegen besserer Kostenkontrolle pro Kopf.
Was Gäste suchen: Raum für sich, freie Zeitgestaltung und lokale Erlebnisse. Hotels, die das aufgreifen, gewinnen: buchbare Etagen oder verbundene Suiten mit Wohn-/Küchenanteil, private Dining-/BBQ-Optionen, Kooperationen mit lokalen Produzenten, Guides und Kulturorten in der Region. Hotelgäste möchten 2026 das Gefühl eines „eigenen Hauses“ mit Hotelkomfort.