Greenwashing – nachhaltig oder problematisch?

Der Ursprung Greenwashing geht auf den Umweltaktivisten Jay Westerveld zurück, der Mitte der 1980er Jahre in einem Hotel auf den Fidschi-Inseln Folgendes beobachtete: Gäste sollten Handtücher mehrfach nutzen, angeblich zum Schutz der Umwelt. Tatsächlich sparte das Hotel dadurch Kosten und investierte die Gewinne in den weiteren Ausbau des Resorts – bis dicht an das bedrohte Korallenriff. Die Gäste schränkten also durch den falschen Vorwand ihre Handtuchnutzung ein, während das Hotel mit den eingesparten Kosten der Umwelt sogar schadete. So entstand der Begriff „Greenwashing“ (Komposition aus „whitewashing“ und „green“), ein Thema, das heute aktueller ist denn je:
Nachhaltigkeit ist längst zu einem der wichtigsten Entscheidungskriterien für Reisende geworden. Laut dem Booking.com-Bericht zum nachhaltigen Reisen (2023) geben 76 % der Befragten an, bei der Wahl ihrer Unterkunft auf umweltfreundliche Maßnahmen zu achten.
Doch je stärker dieser Druck wächst, desto größer wird auch der Anreiz für Hotels, ihr Image grüner erscheinen zu lassen, als es tatsächlich ist. Gleichzeitig zeigt eine Statista-Umfrage aus 2023: Nur 55,6 % der Befragten kennen den Begriff Greenwashing. Hier besteht also noch deutlicher Aufklärungsbedarf.






